Guten Rutsch!
Nach dem ersten fulminanten Hallenturnier darf man etwas mehr feiern. Kommt alle gut ins neue Jahr und bleibt Euch treu!
Nach dem ersten fulminanten Hallenturnier darf man etwas mehr feiern. Kommt alle gut ins neue Jahr und bleibt Euch treu!
Niederstetten. Ein sehr gut besetztes und fußballerisch hochwertiges Hallenturnier sahen die Zuschauer am Montag in Niederstetten. Und natürlich das, was den Hallenfußball so interessant macht: viele, viele Tore.
In der Gruppe A legte Gastgeber TV Niederstetten I einen Durchmarsch hin und wurde am Ende mit 12:4 Toren und 10 Punkten Gruppenerster. Sehr spannend wurde es im Rennen um Platz 2, der ebenfalls die Qualifikation für das Halbfinale bedeutete: Der TSV Schrozberg und der SV Wachbach lagen mit je sieben Punkten gleichauf. Am Ende hatten die Schrozberger aufgrund eines mehr erzielten Treffers hauchdünn die Nase vorn.
Die Gäste mit der weitesten Anreise aus Hardthausen am Kocher kamen auf Platz 4 mit drei Punkten, dahinter lag der TSV Assamstadt mit einem Punkt.
In der Gruppe B war es genauso spannend. Den Vorrunden-Sieg sicherte sich der FSV Hollenbach II mit neun Punkten und 19:6 Toren. Auch hier entschied sich der zweite Platz fürs Halbfinale durch das Torverhältnis, dieses gab den Ausschlag für den SSV Gaisbach, der mit dem TV Niederstetten II ebenfalls sieben Punkte erreichen konnte. Auf die weiteren Platzierungen kamen der SV Mulfingen mit vier Punkten und der SV Löffelstelzen mit einem Punkt.
Im ersten Halbfinale standen sich nun die beiden Bezirksligisten TV Niederstetten und der SSV Gaisbach gegenüber. Deutlicher als erwartet setzten sich die Gastgeber mit 3:0 durch und zogen ins Finale ein.
Knapper war es im zweiten Halbfinale, in dem sich der FSV Hollenbach II und der TSV Schrozberg gegenüber standen. Die Schrozberger legten in der regulären Spielzeit eine Aufholjagd hin, so dass nach einem 2:2 das Neun-Meter-Schießen entscheiden musste. Nach jeweils neun verwandelten Versuchen parierte der FSV-Torhüter einen Schuss der Schrozberger, was bedeutete, das sich der TSV Schrozberg mit dem Spiel um Platz 3 begnügen musste und der FSV Hollenbach II in das Finale einzog.
Im kleinen Finale um den dritten Platz setzte sich Gaisbach am Ende mit 4:2 gegen Schrozberg durch.
Fürs Endspiel hatten sich mit den beiden Gruppenersten aus der Vorrunde die zwei stärksten Mannschaften dafür qualifiziert. Der TVN ging durch zwei Treffer des besten Torschützen im Turnierverlauf, Fabian Löber, schnell mit 2:0 in Führung. Doch der Favorit aus Hollenbach schlug am Ende der zwölfminütigen Spielzeit eiskalt zurück und konnte ebenfalls zwei Treffer erzielen. Wie im Vorjahr musste wieder im Finale das Neun-Meter-Schießen über den Sieger des Edwin-Fink-Gedächtnis-Turniers entscheiden. Und wie im Vorjahr hatten die Schützen des Gastgebers die besseren Nerven. Am Ende hieß es 9:8 für den TV Niederstetten, der damit seinen Titel verteidigte und bei der anschließenden Siegerehrung die Glückwünsche von Abteilungsleiter Jens Dinkel und dem Sohn des Namensgebers des Turniers Herrn Karl Fink entgegennehmen konnte.
Offener Brief der Kampagne “Pyrotechnik legalisieren – Emotionen respektieren”
Sehr geehrter Herr Zwanziger, sehr geehrter Herr Rauball!
Am 2.11.2011 teilten Sie mittels einer Pressemitteilung das Ende der Diskussion um Pyrotechnik mit. Zitat: “Weiterhin nicht in Frage kommt eine sogenannte “Legalisierung” von Pyrotechnik. Bestätigt wird das Verbot durch ein vom DFB-Präsidium in Auftrag gegebenes unabhängiges Rechtsgutachten.”.
Wir hatten zuvor unsererseits ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben, welches bestätigte, dass unter bestimmten Bedingungen der legale Einsatz von Pyrotechnik in Stadien durchaus möglich ist. Eine gemeinsame seriöse Aufarbeitung der Rechtslage wäre nun durch weiteren Dialog und einen Abgleich der Gutachten möglich gewesen. Dieser Dialog war aber Ihrerseits nicht gewollt, denn trotz vorheriger Zusage blieb unsere Nachfrage bezüglich der Einsichtnahme in das Gutachten bis heute unbeantwortet. So mussten wir die einseitige Beendigung der Gespräche zwischen DFB/DFL und unserer Kampagne zunächst hinnehmen.
Danach war in der Presse u.a. von “Geisterdebatten” die Rede – Sie versuchten, die Kampagne in der Öffentlichkeit zu diffamieren. Unsere Antwort auf Ihren Konfrontationskurs entnehmen Sie der entsprechenden Pressemitteilung unter http://www.pyrotechnik-legalisieren.de.
Es war uns inzwischen möglich, Einblick in das von Ihnen in Auftrag gegebene Gutachten zu nehmen und es rechtlich auswerten zu lassen. Es ist nun auch klar, warum man uns und auch der interessierten Öffentlichkeit die Einsichtnahme verwehrt: Denn auch Ihr Gutachten bestätigt, dass die legale Verwendung von Pyrotechnik unter bestimmten Voraussetzungen möglich ist!
Obwohl wir nun Kenntnis darüber erlangten, dass Sie nicht nur uns, sondern auch die Vereine und die Öffentlichkeit erneut bewusst getäuscht haben, geben wir Ihnen die Chance, mit uns an den Verhandlungstisch zurück zu kehren. Dabei erwarten wir eine ehrliche Aufarbeitung der Thematik unter Zuhilfenahme unserer Konzeption, die – wie wir nun durch 2 unabhängige Rechtsgutachten feststellen durften – rechtlich umsetzbar ist.
“Pyrotechnik legalisieren – Emotionen respektieren”
Die Entwicklungen der letzten Wochen bereiten uns große Sorgen. War es der Kampagne und den Vertretern der Verbände noch im Frühjahr gelungen, offensichtlich konstruktiv gemeinsam am Tisch zu sitzen, hat sich die Verbands-Seite weiter denn je von diesem Tisch entfernt. Die aktuelle Veröffentlichung des DFB verwundert wenig, ebenso der zitierte Wortlaut des vom DFB in Auftrag gegebenen Rechtsgutachtens. Aber: Die Schärfe und die neuerliche Hetzjagd auf Fußballfans sind erschreckend. Desweiteren registrieren wir erstaunt Formulierungen wie “Geister-Debatte”. Worüber, wenn nicht über den legalen und verantwortungsvollen Umgang mit Pyrotechnik wurde in drei Treffen in der DFB-Zentrale jeweils mehrere Stunden hinweg gesprochen? Verleugnet die Verbands-Seite jetzt nicht nur die Absprachen untereinander, sondern sogar die Gespräche? Bereits unter Helmut Spahn gab es positive Rechtsexpertisen, die vom DFB in Auftrag gegeben wurden und die espräche wurden schriftlich protokolliert, teilweise auch vom DFB gegengelesen und bestätigt. Wir erwägen, diese Dokumente der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Ebenso entspricht es nicht den Tatsachen, dass wir nach dem Moratorium eine deutschlandweite Freigabe von Pyrotechnik erwartet hätten. Vereinbart und ohnehin unsererseits angestrebt ist eine lokale Genehmigungspraxis. Wie schriftlich dokumentiert bestand die Vereinbarung darin, dass wir nach dem erfolgten Pyroverzicht eben genau diese Möglichkeit bekommen: eine lokale, vorerst einzelfallbezogene Genehmigung in den Stadien, die von den zuständigen Institutionen auf Anfrage der Vereine die Genehmigung erhalten. Hier sollte der DFB dann kein Veto mehr einlegen. Nicht mehr und nicht weniger.
Mit Aussagen, wie von Herrn Niersbach getätigt, man müsse „begreifen, dass ein Stadion keine rechtsfreie Zone ist”, wird wiederum bewiesen, wie wenig sich tatsächlich von Seiten des DFB und der DFL mit der Thematik und unserem Anliegen auseinandergesetzt wurde. Im Stadion gelten neben den üblichen Gesetzen die Versammlungsstättenverordnungen. Aber auch und insbesondere gilt, dass die Vereine hier ihr Hausrecht ausüben dürfen. Dementsprechend besteht die rechtliche Möglichkeit, eine Anfrage auf die Nutzung bestimmter Pyrotechnik zu genehmigen, wenn vor Ort der Verein, Sicherheitsberater, Polizei, Feuerwehr und Ordnungsamt zugestimmt haben. Unser Rechtsgutachten hat die Genehmigungsfähigkeit von Pyrotechnik in Stadien unter bestimmten Voraussetzungen als gegeben herausgestellt, und diese Rechtsansicht wird auch von der AG Fananwälte bestätigt. Der DFB als Verband sollte sich nicht anmaßen, sich über Entscheidungen der örtlichen Institutionen und Vereine zu stellen, wenn alle erforderlichen Genehmigungen eingeholt wurden und sich an die geltenden Gesetze und Verordnungen gehalten wird.
Die Aussage aus dem Gutachten des DFB “Anträge auf Zulassung von Pyrotechnik durch Besucher/Fangruppen sind zwingend durch die für den Brandschutz zuständige Behörde abzulehnen.” ist auch nach unserer Ansicht völlig korrekt. Den Antrag stellt immer der Verein, das ist aus Rechtsgründen gar nicht anders möglich, zeigt aber, wie wenig sich scheinbar selbst in dem Gutachten mit unserem Konzept auseinandergesetzt wurde.
Ebenso ist die Aussage, dass der Pyroverzicht nicht geklappt habe, haltlos. Die Bedingungen des Pyroverzichts haben wir uns schriftlich bestätigen lassen und wir standen während des Moratoriums im ständigen Kontakt zum DFB. Unser Teil der Vereinbarung wurde nachweislich eingehalten. Wenn nach einem so klaren Wortbruch seitens des DFB, der nun von dieser Vereinbarung nichts mehr wissen will, oder wahlweise den Pyroverzicht als misslungen bezeichnet, die Gruppen empört sind, sollte dies niemanden verwundern.
Mehr Repression, strengere Verbote und härtere Strafen werden das Problem nicht lösen, sondern es weiter verschärfen. Zu dieser Erkenntnis waren neben Herrn Spahn bereits viele Personen aus Kreisen der Verbände, der Politik, der Polizei und der Soziologie gekommen. Die jetzige Haltung des DFB ist somit ein klarer Rückschritt, geprägt von Unkenntnis der Sachlage und Populismus.
Natürlich haben wir auch die Vorfälle wie z.B. in Dortmund selbstkritisch reflektiert. Wie einer unserer Sprecher aber bereits erwähnte – durch den plötzlichen Rückzug von DFB und DFL vom Verhandlungstisch sind die Fans aufgebracht und der Rückhalt der Kampagne wurde um einiges geschwächt. Somit haben sich die Verbände mit ihrem Vorgehen selber einen Bärendienst erwiesen – diese Probleme hätte es ohne ihr Verhalten höchstwahrscheinlich nicht gegeben.
Wir werden als Kampagne trotzdem weiter an unseren Zielen arbeiten, da wir um die generelle Genehmigungsfähigkeit wissen, und weiterhin die Meinung vertreten, dass wir eine Lösung nur gemeinsam erarbeiten können. Wir fordern daher die Verbände auf, ihren Platz am runden Tisch wieder einzunehmen und unabhängig von der derzeitigen Situation sachlich und konstruktiv weiter an einer seriösen Lösung zu arbeiten.
“Pyrotechnik legalisieren – Emotionen respektieren”, 03.11.2011